Reduktionsdiäten: Abnehmtabletten auf dem Prüfstand Sind sie hilfreich oder wirkungslos?


Zahlreiche Hersteller von Reduktionsdiäten, sog. Abnehmpillen, versprechen einen schnellen Gewichtsverlust durch die Verwendung ihrer jeweiligen Produkte - ganz ohne zu hungern, ohne Ernährungsumstellung und ohne Sport. Geht das wirklich?
Hierzu hat die Bundesapothekerkammer einen Artikel herausgegeben, aus dem hervorgeht, dass dies nur bedingt und meist nur kurz- bis mittelfristig der Fall sei.

Die wohl am weitesten verbreitete und bekannte These zur Gewichtsreduktion besagt, dass man für eine Gewichtsabnahme (über den gleichen Betrachtungszeitraum) weniger Kalorien aufnehmen soll, als man verbraucht. Dies ist das sog. Prinzip der negativen Energiebilanz.
Zusätzliche sportliche Betätigung verstärkt den Effekt des vermehrten Kalorienverbrauchs und führt zu noch mehr Fettverbrennung und folglich auch zu einem nochmals höheren Gewichtsverlust.

Der Grund dafür: Ein muskulöser und trainierter Körper benötigt (alleine schon für die reine Erhaltung der zusätzlichen Muskelzellen) mehr Energie als ein untrainierter und verbraucht daher auch mehr Kalorien im Ruhezustand. Das Resultat ist ein sog. erhöhter Grundumsatz. Darüber hinaus hat ein trainierter Körper auch einen besser funktionierenden Stoffwechsel und das Training des Körpers hält fit, gesund und vital.

Wer seine Diätpräparaten mit Abnehmtabletten sinnvoll mit Sport und einer angepassten, ausgewogenen Ernährung unterstützen möchte, sollte sich am besten von einem Fitnesstrainer, Hausarzt oder Diätassistenten beraten lassen.

Bei einer Betrachtung der am Markt erhältlichen Diätprodukte lässt sich erkennen, dass sich sämtliche Produkte den folgenden drei Gruppen zuordnen lassen, die bezeichnend für ihre unterschiedlichen Wirkungsweisen sind:

  • Stoffwechelbeschleuniger / Fettverbrenner / Fatburner
  • Fettblocker
  • Appetithemmer / Appetitzügler

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Stoffwechelbeschleuniger

Manche Menschen haben einen guten bzw. schnellen Stoffwechsel, andere haben einen eher langsamen. Das bedeutet, dass Menschen mit einem schnelleren Stoffwechsel aufgenommene Nahrung besonders effizient (aus-)nutzen.

Um eine möglichst schnelle und konsequente Gewichtsreduktion zu ereichen, sollten Menschen mit einem langsameren Stoffwechsel versuchen, den Stoffwechselprozess positiv zu beeinflussen. Diese sog. Verstoffwechselung ist eine Veranlagung und somit bei jedem Menschen von Geburt an unterschiedlich konditioniert. Der Stoffwechsel kann aber mit Hilfe diverser Beschleuniger angeregt werden.


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Fettblocker

Fettblocker sorgen dafür, dass aufgenommene Nahrungsfette unverdaut wieder ausgeschieden werden. Meist ist mindestens eins ihrer Bestandteile Chitosan, welches die Fette "clustert" -also bindet- und unverdaut wieder ausscheidet.
Fettblocker haben jedoch den Nachteil, dass sie gelegentlich zu einer Obstipation (Verstopfung) führen können.

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Appetithemmer

Gute Appetitzügler bzw. Appetithemmer wirken direkt im Gehirn und vermindern den Appetit. Sie können auch den Körper stimulieren und den Stoffwechsel anregen, wodurch der Energieverbrauch im Körper steigt.
Einige, meist verschreibungspflichtige, Appetitzügler können für Körper und Geist eine Belastung oder sogar eine ernsthafte Gefahr darstellen. Deshalb sollten die verschreibungspflichtigen Präparate auch nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden!

Andere Appetithemmer wirken mechanisch. Hierbei werden sog. Quellmittel verwendet, welche im Magen um ein Vielfaches ihres Volumens aufquellen und dadurch ein Sättigungsgefühl herbeiführen. Der Appetit wird reduziert, das Hungergefühl vermindert und infolgedessen weniger Nahrung bzw. Kalorien aufgenommen.
Quellmittel bestehen meist aus Kollagen, Alginaten, Cellulose und anderen sogenannten Füllstoffen. Quellstoffe in Abnehmmitteln zählen übrigens zu den Medizinprodukten und nicht zu Arzneimitteln.

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